Ohne sie schwimmt nichts: Kampfrichter

Wozu Kampfrichter?

Zur Ausrichtung von Wettkämpfen benötigt man Kampfrichter.
Der Schwimmer kann sich weder selbst starten noch kann er seine Zeiten selbst stoppen; ganz zu schweigen von der Erstellung der Ergebnislisten, der Beschaffung der Medaillen und der Ausfertigung der Urkunden.

Für einen normalen Wettkampf in einem 5-Bahnen-Hallenbad braucht man mindestens 18 ausgebildete Kampfrichter. Um die Wettkämpfe flüssiger ablaufen zu lassen, wird meist ein zweites Zeitgericht eingesetzt: das macht 23 Kampfrichter. Daneben werden noch an die 10 Helfer beschäftigt.

Was braucht es, um Kampfrichter zu werden?

Die Ausbildung zum Kampfrichter dauert 1 Tag; vorausgesetzt wird eine gewisse Vertrautheit mit der Stoppuhr und mit den Schwimmstilen (optisch! Man kann ruhig Nichtschwimmer sein).

Die ersten drei Wettkampfeinsätze zählen zur Ausbildung und man übt seine neue Tätigkeit unter der Anleitung erfahrener Kampfrichter aus.

Da sich die Wettkampfregeln ständig weiterentwickeln, müssen die Kampfrichter alle 3 Jahre eine halbtägige Fortbildung besuchen.

Zusatzmodule berechtigt dazu, als Starter tätig zu werden oder sich als Auswerter und Protokollführer einzusetzen.

Die Krönung ist die Ausbildung zum Schiedsrichter, die voraussetzt, dass man in jeder der Gruppen innerhalb von 2 Jahren 10 Einsätze abgeleistet hat. Der Schiedsrichter leitet den Wettkampf und muss gewährleisten, dass dieser ordnungsgemäß abläuft.

Der Schwimmverein und seine Kampfrichter

Der SV Detmold hat zur Zeit weit über 20 Kampfrichter.

Diese Zahl klingt sehr viel und reicht für die normalen Wettkämpfe, die wir mit großen Gruppen besuchen, auch gerade so aus.
Jeder Kampfrichter ist so 3-6 mal im Einsatz pro Jahr.
In der Regel sind Eltern unserer Schwimmer Kampfrichter; so ist allen gedient und man ist als Elternteil dabei.

Schwierig wird es bei Wettkämpfen, die von nur wenigen Schwimmern (Bezirksebene) oder von den Masters (Senioren) besucht werden.

Hierfür Kampfrichter zu motivieren scheint eine Lebensaufgabe zu sein. Das führt bisweilen dazu, dass Wettkämpfe nicht besucht werden können; denn fehlt ein Kampfrichter, muss der Verein Reuegeld (25,- €) dafür bezahlen oder die Schwimmer können vor Ort vom Wettkampf ausgeschlossen werden.

Unsere KaRi-"Chefin" ist Ute Haußner-Unger, die in ihrer Funktion als Kampfrichterwartin dafür sorgt, dass die Fort- und Weiterbildungen regelmäßig besucht werden und die Neulinge dazu animiert, sich auch einmal zu versuchen.

Kampfrichter werden von uns ausgestattet: eine WB, Stifte, Uhr und ein schickes KR-Polo-Hemd erhalten alle.

Wer mal schnuppern möchte, kommt ins Training oder zu den Vereinsmeisterschaften zum Üben - jeder wird gerne angelernt.
Nur Mut, wir brauchen euch Eltern!

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