Vereinsgeschichte Schwimmverein Detmold
1906
Die erste Gründung des Vereins, der als eine Unterabteilung dem Turnverein 1860 angegliedert war, erfolgte im Jahre 1906 auf die Initiative des T.V. 1860 durch Gustav Kühne und Fritz Günther.
1921
Durch den ersten Weltkrieg kam der noch junge Verein vollständig zum Erliegen und erst im Jahre 1921 fanden sich einige schwimmsportbegeisterte Männer, die den Verein unter dem Namen S.V. Detmold 1906/21 e.V. neu gründeten.
Durch die Initiative von Alfred Kipp, der am 1. April 1921 beruflich nach Detmold gekommen war, wurde vom 1. Bielefelder S.V. von 1902 im Juni 1921 in Detmold ein Werbeschwimmfest veranstaltet, das glänzend verlief.
Einige Tage später wurden im Hotel "Odeon" alle Interessierten des Schwimmsports zusammengerufen und es folgte die Wiedergründung des Vereins. Der erste Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:
1. Vorsitzender - Amtsgerichtsrat Cordes,
2. Vorsitzender - Kaufmann Hans Götz,
Geschäftsführer - Lehrer Hogrefe,
Kassenwart - Bankinspektor Herman Völlger,
Schwimmwart - Bankbeamter Alfred Kipp.
Der Verein entwickelte sich dann prächtig unter der sportlichen Leitung von Alfred Kipp.
Bald war die 4x50m Lagenstaffel aufgestellt: Artur Hogrefe (Brust), Adolf Uhle (Seite), Ernst Schnatmann (Rücken) und Alfred Kipp (Hand über Hand).
Auch eine 4x50m Bruststaffel für Frauen wurde aufgestellt, die zuerst von Betty Pöhler, Grete Gronemeier, Aenne Stuckenbrook und den Geschwistern Jobst bestritten wurde.
Auf dem Schwimmfest in Schildesche Juli 1921 starteten als erste Einzelkämpfer Betty Pöhler, Alfred Kipp und Artur Hogrefe. Der Verein machte sich dann bald als "Verein ohne Winterbad" (V.o.W.) einen Namen in Westfalen. Sonntag für Sontag starteten von Mai bis September die Schwimmer und Schwimmerinnen bei Wettkämpfen in naher und weiter Umgebung.
Vor allem in den lippischen Orten mit Badeanstalt wurde bald eine rege Werbetätigkeit entwickelt, so in Horn, Blomberg, Lemgo, Brake, Hohenhausen, Salzuflen, Lage und Schötmar.
1922
Im Sommer 1922 wurde vom S.V. Detmold das erste Werbeschwimmfest in der "Heerser Mühle" in Schötmar veranstaltet.
Der gestiftete Wanderpokal der Schötmarschen Zelluloidwarenfabrikanten wurde von der Detmolder Mannschaft mit den Schwimmern Salokat, Uhle, Schnatmann und Kipp gewonnen.
Dieser Pokal ist dann später endgültig in den Besitz des Vereins gelangt.
Der 1. Kunstspringer war Lithograph Kurt Linke ("Schraubenlinke" genannt); bei den Damen waren es Betty Pöhler und Anni Rissick.
Die ersten Wettkampfschwimmer waren: Kipp, Salokat, Schnatmann, Uhle, Hogrefe und Lehbrink.
Später kamen im Laufe der Jahre hinzu: Schlüter, Wiedemeyer, Benrath, Fillen, Matthes, Gronemeier, Gebr. Kampmann, Heitmann, Hugo Gröne, Walter Meier, Gebr. Gluns, Voigt, u.a.
Gefürchtet war die 4x50m Senioren Lagen- und Bruststaffel der Männer und die 4x50m Bruststaffel der Damen.
1924
Auf dem Kreisfest in Magdeburg 1924 errangen die Detmolder gegen starke Konkurrenz (Elbing, Schönebeck, Kassel, Braunschweig und Magdeburg) den zweiten Platz in der 4x50m Lagenstaffel für Senioren und den zweiten Platz in der 3x50m Kraulstaffel.
Die Lagenstaffel schwammen Hogrefe, Uhle, Schnatmann und Kipp. Die Kraulstaffel Juckel, Neurath und Kipp.
Im selben Jahr holte der Verein auf dem großen Schwimmfest in Bad Oeynhausen mit der 4x50m Lagenstaffel den 1. Preis mit Hogrefe, Uhle, Schnatmann und Kipp.
Da Amtsgerichtsrat Cordes von Detmold verzog, übernahm Staatsanwalt Schlingmann den Posten des 1. Vorsitzenden.
Die Wasserballmannschaft kam seinerzeit nicht über die Zwischenrunde hinaus, da es in Detmold im Winter an Übungsmöglichkeiten fehlte.
Wohl fuhren die Schwimmer und Schwimmerinnen des öfteren an Sonntagen nach Paderborn und Bielefeld in die dort vorhandenen Hallenbäder. Aber aus finanziellen Gründen konnte das nicht dauerhaft geschehen. Es fehlte in Detmold einfach ein Hallenbad.
Nach dem großen Weserunglück bei Veltheim sollte in Zusammenarbeit mit der Wehrmacht und der Stadt Detmold ein Hallenbad errichtet werden. Leider verliefen die Verhandlungen aber mit der Zeit im Sande.
1928
1928 legte Hogrefe den Posten als Geschäftsführer nieder, da er von Detmold verzog.
Trotzdem brachte dieses Jahr dem Verein den bisher größten Erfolg in seiner Geschichte. Bei den Deutschen Schwimmeisterschaften in Hannover belegte die 4x50m Bruststaffel mit Lehbrink, Schlüter, Salokat und Wiedemeyer den 2. Platz.
1932
So gingen die Jahre dahin. Der Verein war weit und nah bekannt. Neue Namen tauchten auf.
Der Schwimmverein hatte die damalige Flußbadeanstalt als Pächter übernommen. Der langjährige Bademeister und Mitglied des Vereins Güse hatte seinerzeit wertvolle Pionierarbeit für den Verein geleistet.
1939
Dann kam der zweite Weltkrieg. Der gesamte Schwimmsport kam zum Erliegen. Alles was mit viel Müh, Idealismus und Liebe aufgebaut worden war, fiel das zweite Mal auseinander.
1945
Im Sommer 1945 versuchten es zwei Männer, die schon im alten Verein groß geworden waren, von neuem.
August Brune und Ernst Schmidt riefen die Detmolder Schwimmfreunde in der Turnhalle von 1860 zusammen. Es wurde eine Schwimmabteilung ins Leben gerufen, die dem T.S.V. Detmold angeschlossen war.
August Brune wurde Abteilungsleiter und schon in kurzer Zeit brachten er und seine getreuen Helfer die Abteilung auf eine beachtliche sportliche Höhe.
Bei dem ersten Schwimmfest in Horn starteten die Detmolder alleine mit 35 aktiven Teilnehmern.
Es kamen immer neue Mitglieder hinzu. Männer, Frauen und Jugendliche, die nach dem Krieg in Detmold eine neue Heimat gefunden hatten. Sie alle halfen selbstlos mit, daß der Schwimmsport in Detmold wieder das wurde, was er heute ist. Eine Angelegenheit der Jugend.
Auch im Detmolder Freibad wurde dann ab 1945 in jedem Jahr größere Schwimmveranstaltungen durchgeführt.
1949
1949 kam dann der Tag, an dem sich die Detmolder Schwimmer wieder selbständig machten. Der "Schwimmverein Detmold von 1921" wurde erneut aus der Taufe gehoben.
Dr. Ortmann wurde einstimmig zum 1. Vorsitzenden gewählt.
Ihm zur Seite standen
als 2. Vorsitzender August Brune,
als Schriftführer und Kassenwart Ernst Schmidt,
als Schwimmwart Erdmann Bendt,
als Frauenwartin Frau Hohmann,
als Jugendwart Karl-Heinz Sohnius,
als Jugendwartin Frau Schneidereit,
als Gerätewart Erich Brauch.
In Würdigung ihrer Verdienste um den S.V.D. wurden Amtsgerichtsrat Schlingmann, Oerlinghausen und Kaufmann Hermann Völlger, Hohenhausen zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Nachdem die organisatorischen Fragen nach der Neugründung gelöst waren, ging Schwimmwart Bendt mit Hilfe seiner getreuen Riegenführer Frau Hohmann, Frau Grapew, Heidi Gösling, Karl-Heinz Sohnius und Hans Bogulski mit aller Energie an die Übung der schwimmsportlichen Fertigkeiten aller aktiven Mitglieder heran.
Zunächst mußte dabei auf die "alten" Wettkampfschwimmer zurückgegriffen werden. Die sportlichen Stützen des Vereins waren dabei zunächst die Damen: Loth, Hohman, Kayser, Grapew, Mecke, Gößling, Möll, Andersen, Voß und Weiling und die Herren Ramin, Beckmann, Weitling, Gröne, Weichsel, Losch, Fritz, Burre, Höll, Zach u.a.m.
Allmählich wurde dann in den beiden letzten Jahren die Förderung der jugendlichen weiblichen und männlichen Schwimmer in den Vordergrund gestellt. Hier ergab sich immer mehr die Möglichkeit wirkliche, von Idealen beseelte Wettkampfschwimmer heranzubilden. Die Erfolge blieben nicht aus. Die Erringung mehrerer Bezirksmeisterschaften im Schwimmen und Springen durch Ramin, Loth und Zach.
Herausragend waren die Bezirksmeisterschaften im Jahr 1949.
Weiter gelang es der Vereinsführung, dem Detmolder Publikum bekannte deutsche Spitzenschwimmer sowie die damalige deutsche Meisterin im Kunstspringen Paula Vatarek und den Europameister im Turmspringen Günter Haase vorzustellen.
Im Wasserball konnte man den vielfachen deutschen Meister "Wasserfreunde Hannover" und die Oberligamannschaft des S.V. "Rote Erde" Hamm bewundern.
Alles in Allem, der Verein hatte in verhältnismäßig kurzer Zeit den Schwimmsport in unserer Heimat zur Höhe geführt.
1950
Die Herren- und die Jugendwasserballmannschaft konnten 1950 den 2. Platz im Bezirk Ostwestfalen erringen.
Beim "Blauen Band der Weser" konnte der Verein den Sieger in der Herren- und Jugendklasse sowie den 2. Platz in der Frauenklasse stellen. Bei den Bezirksvergleichskämpfen gegen Osnabrück und Arnsberg waren Detmolder Schwimmer erfolgreich beteiligt.
1951
Am 15. Juli 1951 feierte der Schwimmverein Detmold von 1921 seinen 30. Geburtstag. Dieser Tag war dazu angetan, einen Rückblick in die Vereinsgeschichte zu halten, aus ihren Anfängen und der mühevollen Arbeit, den Schwimmsport in Lippe zu einem Volkssport zu machen.
Am 15. Juli trat der Verein mit einer großen Veranstaltung vor die Detmolder Bevölkerung. Alle namhaften Vereine des Bezirks Ostwestfalen sowie der niedersächsische Verein S.V. Hameln hatten ihre Teilnahme bereits zugesagt. Es wurde somit die Möglichkeit geboten, die gesamte Schwimm-, Spring- und Wasserballelite des Bezirks im Wettkampf zu sehen.
Eine Jubiläumsveranstaltung sollte einen weiteren erfolgreichen Abschnitt in der Vereinsgeschichte einleiten. Hierbei wird es besonders die Jugend sein, die den Vereinsfarben zu weiteren Erfolgen verhelfen wird.
1952
Neues Planschbecken am Werrestrand
Ostwestfalens Schwimmer-Elite in Detmold
1953
Das Reigenschwimmen erntete den stärksten Beifall
Heiß-kühle Kämpfe im Detmolder Freibad
Mitteilung des Schwimmvereins Detmold von 1921 e.V.
Mitglied des DSV-WSV-DLRG
Wasserballmannschaft des SV Detmold
1955
Lippische Schwimmer starteten in Berlin
Vier lippische Schwimmer beim SC Wedding
Der "Fischerteich in Flammen"
1956
Die ersten Planungen für ein Hallenbad in Detmold
Siegerehrung und Gruppenfoto
1957
Dieter Schneevoigt erhält die Ehrenplakette des SVD
1958
Detmolder Schwimmer vermissen eine Halle
Lippische Schwimmer-Elite startet in Schieder
Siegerurkunde Lippischer Schwimm-Vergleichskampf
1959
Lippischer Schwimmer-Nachwuchs überzeugte
1960
Hallenbad ein echtes Bedürfnis
Neuer Vorstand des SV 21 Detmold
Spannende Tage im Hiddeser Freibad
1961
40 Jahre Detmolder Schwimmverein
Detmolder VoW-Bestenkämpfe mit 200 Schwimmern
1963
Bestenliste der lippischen Schwimmer
Europa-Rekordler Küppers begeisterte in Schlangen
1964
Lippische Schwimmer-Elite in Blomberg
1965
SV Detmold triumphierte bei den Schwimmeisterschaften
Tausend begeisterte Gäste im Schwarzenbrink
1966
Else Klüßendorf wurde Ostwestfalenmeisterin
Susanne Weitling schwamm Tagesbestzeit
1967
"Emmer-Nixen" waren in Blomberg
400 lippische Jungen und Mädchen demonstrierten im Freibad Schötmar
1968
Mitglieds-Karte von Friedrich Möller
Hallenbad: Werk der Gemeinschaft
Hallenbad Detmold ... heute am 27.4.1968 ab 15 Uhr sportliche Eröffnung Bau des Hallenbades. Damit bekam der Schwimmverein die Möglichkeit, auch bei schlechtem Wetter ganzjährig zu trainieren.
Die Leistungen stiegen an und Schwimmerinnen und Schwimmer des SVD nahmen an westdeutschen Meisterschaften teil. Eine Schwimmerin sei besonders
erwähnt, Ulrike Gorontzi kam aus den Reihen des SVD und brachte es bis zur deutschen Nationalmannschaft, in der sie bis zum Jahr 1980 recht erfolgreich schwamm.
1969
Besuch einer Wettkampfgruppe aus Uddevalla/Schweden.
Dieser Besuch wurde durch einen Gegenbesuch 1970 zum Anlass genommen, um eine wirklich enge Verbindung zwischen Uddevalla und Detmold entstehen zu lassen.
Die Rührigkeit des Vereinsvorstandes und die rege Mitarbeit der Vereinsmitglieder hatten es ermöglicht, dass bereits mehrere Begegnungen stattgefunden haben, und zwar 1971 in Detmold und 1972 wieder in Uddevalla.
In regelmässigem Turnus auch St. Omer
Detmolds Schwimmer gewannen den 5-Städte-Vergleichskampf vor USF-Uddevalle aus Schweden
Schwimmer-Invasion in Detmold
SV 06/21 Detmold zog Bilanz
1970
Schwimmernachwuchs um Meisterehren
Vereinsmeisterschaften des SV 06/21 Detmold
Norwegen-Schweden-Deutschland ... war der Schwimmwettkampf, ... (Urkunde aus Uddevalla)
1971
Schallmauer durchbrochen
Schweden triumphierten beim Detmolder Schwimmer-Festival
1972
Rekordhungrige Schwimmer-Talente imponierten im Detmolder Hallenbad
Susanne Huxoll schwamm Rekord
1974
Die schon sehr gute Trainingsarbeit unter Übungsleitern wie Peter Müller konnte durch den Gewinn von Klaus Schwarz erfolgreich fortgesetzt werden.
In den darauf folgenden Jahren nahmen mehrere Schwimmerinnen und Schwimmer an westdeutschen und deutschen Jahrgangs-Meisterschaften teil.
1975
In den Jahren bis 1975/76 wurden Ferienfreizeiten im Kreisjugendheim in Norderney durchgeführt. Für die Jugendlichen des Vereins waren diese Freizeiten gut geeignet, die Mühen des Trainings zu vergessen und neue Kraft zu schöpfen.
1978
Die sich abzeichnende Leistungssteigerung setzte sich fort und 2 Leistungsschwimmer des SVD wurden in den D-Kader des deutschen Schwimmverbandes berufen.
1981
Auch im 75-jährigen Jubiläumsjahr waren wieder Erfolge zu verzeichnen. 3 Leistungsschwimmer nahmen an den westdeutschen Jahrgangsmeisterschaften und 2 Leistungsschwimmer an den deutschen Jahrgangsmeisterschaften teil.

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