Vereinsmeisterschaften 100m-Strecken
Die Vereinsmeisterschaften fanden wie gewohnt zu den Trainingszeiten statt und wurden schon mit Spannung erwartet.
60 Schwimmer hatten 244 Meldungen abgegeben; darunter befanden sich 39 Erststarts.
Für die Beliebtheit dieser Wettkampfart sprechen die 132 geschwommenen Bestzeiten. Obwohl man seine "Gegner" kennt (oder vielleicht gerade deswegen), holt jeder das Äußerste aus sich heraus und es kommt immer wieder zu durchaus überraschenden Ergebnissen.
Für den Knaller dieser Veranstaltung sorgte Tim Bölcke: Zunächst verbesserte er seine Zeit über 100m Brust von 1:16 min auf 1:12,32 min, dann folgte ein Vereinsrekord über 100 m Lagen und zum Abschluss eine Bombenzeit über 100m Freistil (0:56,86 min).
Antonia Kaiser verbesserte sich über 100m Brust erneut um 1,3 Sekunden (wenn das so weitergeht von Wettkampf zu Wettkampf...) und rückt mit 1:24,75 min in interessante Bereiche vor. Über 100m Freistil unterbot sie die magische Grenze von 1:10 min.
Tobias Bätge schwimmt Brust und Delphin jetzt regelkonform und hat dadurch seine Möglichkeiten mehr als verdoppelt. Der Lohn dafür ist der Vereinsmeistertitel in den Jahrgängen 1995/1996.
Maren Goes musste ihre Spezialstrecken Brust und Schmetterling dieses Mal an Antonia und Valerie Kleinwegener abgeben, explodierte dafür aber über 100m Lagen und schwamm eine Zeit dicht über dem Vereinsrekord.
Alesja Isotowa und Kersten Keilich gelingen immer noch Bestzeiten: Alesja über 100m Schmetterling und Kersten einmal über die gleiche Strecke, wobei er seinem Dauerkonkurrenten Hendric Küllmer dieses Mal den Vortritt lassen musste, und zum anderen über 100m Brust mit einer enormen Verbesserung.
Lisa Düben bekommt der neue Schmetterlingsstil: 5 Sekunden unter der alten Bestzeit sind ein Top-Ergebnis.
Pia Bertram und Hendric werden langsam (Hendric: laaangsaaam) zu Brustschwimmern. Pia akzeptiert ihre "neue" Schwimmart allerdings eher als Hendric. Alena Myschkin setzte ihre Karriere als Rückenschwimmerin fort und verbesserte sich über 100m auf 1:28 min.
Alexander Biere schiebt sich ebenfalls über 100m Rücken unerbittlich nach vorn und legte mit 1:12,47 min eine gute Zeit hin. Philipp Müller setzte seine im Zivildienst erworbene Muskelkraft im Wasser um und schwamm zwei Bestzeiten über 100m Schmetterling und 100m Freistil (das 2. Mal unter 1 Minute!).
Franz Zeitel gelang der Sprung unter 1:10 min über 100m Freistil mit deutlichen 1:07,80 min.
Der Wettkampf wurde mit einem Minimalkampfgericht durchgeführt, wodurch sich völlig neue Kampfrichterkombinationen ergaben: Schwimm- und Zielrichter, Zeitnehmer und Schwimmrichter, Starter, Schwimm- und Zielrichter.
Das System ist bestimmt noch ausbaufähig und bereitet auf jeden Fall gut auf die "großen" Wettkämpfe vor. Gut war, dass der Wettkampf selbst recht gemütlich ablief (damit sind nicht die Leistungen der Schwimmer im Wasser gemeint!); es fehlten eigentlich nur noch Kaffee und Kuchen.
Zurück zu den Leistungen im Wasser!
Jeder Start eine Bestzeit ist immer etwas Besonderes. Das gelang dieses Mal Lena Unger, Mona Minas (die wohl selbst am meisten erstaunt darüber war), Jörg Dau und Tim.
Immerhin 4 Bestzeiten mit zum Teil erheblichen Verbesserungen erkämpften sich Katharina Wall, Janina Stiegmann, Lea Klaas, Maja Hofmeister, Jana Friesel, Antonia, Jan-Patrick Rissiek und Franz.

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